Häufige Meerschweinchen Krankheiten & ihre Symptome
Ist mein Meerschweinchen krank?
Meerschweinchen haben ein wahres Talent dafür, ihre Krankheiten und Beschwerden zu verbergen. Denn in der freien Natur werden Tiere, die schwach, krank und verletzlich wirken, schnell Beute von Greifvögeln, Füchsen, Raubkatzen und Co. Deshalb ist es besonders wichtig, auf die kleinsten Veränderungen im Verhalten Ihrer Meerschweinchen zu achten, um ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen zu erhalten.
Folgende Symptome können bei Meerschweinchen auf eine Erkrankung deuten:
- Veränderungen im Fress- und Trinkverhalten
- Gewichtsabnahme
- Lethargie (weniger Aktivität, Rückzug)
- Fellausfall oder kahle Stellen im Fell
- Verstärkter Speichelfluss, Auslauf aus Nase
- Matte, verschleierte, gerötete oder tränende Augen
- Veränderungen im Kot oder der Kotkonsistenz, Verstopfung, Durchfall
- Atemnot & Atemgeräusche
- Starkes Kratzen
- Wunden, Krusten am Körper
- Blähungen im Bauchbereich
- Sichtbare Veränderungen am Körper (z. B. matte Augen, Schiefhaltung des Kopfes)
- Ertastbare Veränderungen am Körper (z. B. Schwellungen, Klumpen unter der Haut)
- Sichtbare Verletzungen, Entzündungen, Parasiten (z. B. Milben)
- Distanzierung von Artgenossen
- Ungewöhnliche Geräusche
- Veränderungen der Bewegung (z. B. Humpeln, Entlasten eines Beins)
- Plötzliche Veränderungen des Verhaltens oder des Charakters
Im Zweifel – lieber zum Tierarzt
Nicht immer deuten die genannten Symptome auf eine Krankheit bei Ihrem Meerschweinchen hin. Dennoch ist ein Check beim Tierarzt eine wichtige Maßnahme, um unterliegende Erkrankungen auszuschließen und notwendige Behandlungen zeitnah einzuleiten. Ihr Tierarzt informiert Sie ausführlich, was Sie für die Gesundheit Ihres Meerschweinchens tun können.
Ihrem Meerschweinchen geht es nicht gut und Sie benötigen eine tierärztliche Beratung? Unsere TIERplus Tierärzte sind an mehreren Standorten in Österreich zuverlässig und kompetent für Sie da!
Von Augen- bis Zahnerkrankungen: Typische Meerschweinchenkrankheiten
Meerschweinchen gelten als robuste Tiere. Doch leider bleiben auch sie nicht von Erkrankungen verschont. Im Folgenden erläutern wir häufige Krankheiten von Meerschweinchen, wie Sie sie erkennen sowie vorbeugen können und welche Behandlungen Ihr Tierarzt für die Gesundheit Ihrer Fellnase einleiten wird.
Hauterkrankungen bei Meerschweinchen
Hauterkrankungen gehören bei Meerschweinchen zu den häufigsten Krankheiten. Hautbeschwerden können durch Pilze, Milben, Läuse, Flöhe, Haarlinge oder – seltener – unterliegende Krankheiten oder Hormonstörungen – verursacht werden.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Abhängig vom Auslöser – typischerweise nach tierärztlicher Anweisung mit Salben oder Tinkturen. |
Vorbeugung: |
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Erkrankungen der Haut durch Pilze oder Parasiten sind sehr ansteckend. Insbesondere Pilzinfektionen können von Meerschweinchen auf den Menschen oder auch auf andere Tiere übergehen. Ist ein Meerschweinchen von Pilz- oder Parasitenbefall betroffen, muss in der Regel der gesamte Bestand prophylaktisch behandelt und das Gehege gründlich desinfiziert werden, um alle Erreger loszuwerden und Neuinfektionen zu verhindern.
Zahnerkrankungen und -beschwerden bei Meerschweinchen
Gesunde Zähne sind für Meerschweinchen als Nagetiere überlebenswichtig. Ihre Nagezähne wachsen sehr schnell und Meerschweinchen nutzen sie praktisch den ganzen Tag lang, um Nahrung aufzunehmen – wobei die Nagezähne abgerieben und so “in Form” gehalten werden. Doch durch falsches Futter oder eine Zahnfehlstellung können die Zähne zu lang werden, abbrechen, sich verformen oder entzünden. Im schlimmsten Fall kann das Tier dann nicht mehr fressen und verhungert.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Lange Nagezähne können beim Tierarzt ohne Narkose schmerzfrei abgeschliffen werden. Kiefer- und Zahnfehlstellungen benötigen meist eine intensivere Behandlung, zu denen Sie Ihr Tierarzt individuell berät. |
Vorbeugung: |
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Magen- & Darmbeschwerden, Verdauungsstörungen bei Meerschweinchen
Meerschweinchen verbringen einen Großteil des Tages damit, zu fressen – und Kot auszuscheiden. Veränderungen in diesem Verhalten sollten unbedingt mit einem Tierarzt abgeklärt werden.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Futteranpassung, bei Notwendigkeit medikamentöse Behandlung nach zahnärztlicher Anweisung. |
Vorbeugung: |
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Atemwegserkrankungen und -infekte bei Meerschweinchen
Ähnlich wie Menschen können auch Meerschweinchen von Erkrankungen der Atemwege betroffen sein. Besonders Lungenentzündungen können für die kleinen Nager lebensgefährlich werden und fatal enden. Daher ist schnelles Handeln erforderlich.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Nach tierärztlicher Anweisung – mit Antibiotika und schleimlösenden Medikamenten. Bei Lungenentzündung ist meist ein stationärer Aufenthalt notwendig. |
Vorbeugung: |
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Harnprobleme bei Meerschweinchen
Leider neigen Meerschweinchen von Natur aus verstärkt zur Bildung von Harnsteinen. Diese führen häufig zu schmerzhaften Harnblasenentzündungen.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Medikamente, operative Entfernung des Steins. |
Vorbeugung: |
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Der Urin von Meerschweinchen kann sich an der Luft durch Oxidation rötlich verfärben – das ist normal, muss aber unbedingt von Blut im Urin unterschieden werden. Ein trüber, milchiger Urin ist für Meerschweinchen ebenfalls komplett normal. Die Trübung entsteht durch Kalziumkristalle, über den Urin ausgeschieden werden.
Augenerkrankungen bei Meerschweinchen
Zu möglichen Erkrankungen der Augen bei Meerschweinchen zählen Grauer Star, Grüner Star, Sklerose, Entzündungen verschiedener Augenbauteile (Hornhaut, Bindehaut, mittlere Augenhaut, Tränensack). Eine seltene Augenerkrankung bei Meerschweinchen ist die osseäre Choristie, wobei es zur Knochenbildung im Auge kommt. Überernährte Tiere können zudem ein “Fettauge” ausbilden, bei welchem das untere Augenlid nach außen vorquillt.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Nach tierärztlicher Anweisung – Medikamente, seltener ein operativer Eingriff. |
Vorbeugung: |
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Tumore, Abszesse, Zysten bei Meerschweinchen
Knoten, Abszesse oder Umfangsvergrößerungen am Körper Ihres Meerschweinchens sollten Sie immer ernst nehmen. Oft handelt es sich nur um harmlose Zysten oder entzündete Talgdrüsen, aber auch gefährliche Tumore können dahinterstecken.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Der Tierarzt tastet die Stelle ab, führt ggf. eine Biopsie oder Operation durch und leitet eine passende Therapie ein. |
Vorbeugung: |
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Hormonerkrankungen bei Meerschweinchen
Hormonerkrankungen kommen vor allem bei älteren Meerschweinchen vor und betreffen häufig die Geschlechtshormone. Diese Erkrankungen sind oft nicht einfach zu diagnostizieren, da sie sich schleichend entwickeln und uneindeutige – und manchmal gar keine – Symptome nach sich ziehen.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Der Tierarzt kann Hormontherapien einsetzen, Zysten punktieren oder eine Operation empfehlen. |
Vorbeugung: |
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Skeletterkrankungen bei Meerschweinchen
Erkrankungen des Skeletts bzw. der Knochen kommen bei Meerschweinchen zwar nicht sehr häufig vor, können den Tieren aber große Schmerzen bereiten und sie in ihrer natürlichen Lebensweise einschränken. Schnelles Handeln ist daher das A und O.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Röntgenuntersuchung, danach je nach Befund Schmerzmittel, Nahrungsergänzung oder eine Schienenversorgung. |
Vorbeugung: |
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Neurologische Erkrankungen bei Meerschweinchen
Neurologische Erkrankungen bei Meerschweinchen betreffen häufig das Gehirn, Rückenmark oder die Nerven und können plötzlich auftreten. Die Symptome wirken oft erschreckend, sind aber nicht immer lebensbedrohlich. Eine rasche tierärztliche Abklärung ist wichtig, um Schmerzen zu lindern und bleibende Schäden zu verhindern.
Typische Anzeichen: |
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Mögliche Ursachen: |
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Behandlung: | Genaue tierärztliche Untersuchung, je nach Diagnose Medikamente oder weitere Tests. |
Vorbeugung: |
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Sie erkennen eines oder mehrere der genannten Symptome bei Ihrem Meerschweinchen? Kommen Sie gerne bei unseren TIERplus Tierärzten vorbei! Wir führen eine gezielte Untersuchung durch – für die Gesundheit Ihrer Fellnase.