Was fressen Mäuse?

Braune Maus mit Nuss im Maul

Alles zur richtigen & falschen Mäuse-Ernährung

Die Farbmaus wird oft als Haustier gehalten. Damit Ihr Tier lange gesund bleibt, erfahren Sie hier alles zur richtigen Ernährung, was Mäuse nicht fressen dürfen und wie sich ihre Ernährung von der von wilden Mäusen (Hausmäusen, Wühlmäusen, Waldmäusen, etc.) unterscheidet.

Was fressen wilde Mäuse?

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Die Nahrung von wilden Mäusen in freier Natur besteht aus:

  • Gräsern
  • Raps
  • Luzernen
  • Nahrung, die sie in der Nähe ihres Baus finden
  • Feldfrüchten
  • Samen
  • Wurzeln und Pflanzenknollen
  • Nüssen

 

Zusätzlich gibt es einige Nahrungsmittel, die sie gelegentlich oder in besonderen Situationen fressen:

  • Ab und zu: Insekten
  • Im Winter: Unterirdische Pflanzenteile, Rindenstücke und Samen


Doch diese Ernährung ändert sich, wenn wilde Mäuse – insbesondere Hausmäuse – in der Nähe von Menschen leben. Dann werden sie ganz schnell zu Allesfressern, die nur wenige Futterquellen ablehnen.

Wichtig:

Die Hausmaus ist ein wildes Tier, das in der Nähe von Menschen (in Häusern, Ställen etc.) lebt. Trotz des Namens ist die Hausmaus kein Haustier. Sie gilt sogar als Schädling, da sie Kabel anknabbern oder Getreidesilos schädigen kann. Zahme Mäuse, die als Haustiere gehalten werden können, sind in der Regel Farbmäuse, die aus Hausmäusen gezüchtet worden sind. Farbmäuse (aber auch Renn- und Stachelmäuse) sind domestizierte Arten von Mäusen, die in der freien Natur ohne Menschen nur schwer überleben könnten.

Wie füttere ich meine Maus?

Domestizierte Mäuse, wie Farbmäuse, stammen hauptsächlich von der wilden Hausmaus ab und haben daher ein sehr ähnliches Fressverhalten. Daher sollten Sie sich bei der Ernährung Ihrer Maus an der Nahrung der wilden Tiere orientieren.

Rudel Farbmäuse beim Fressen

Die Grundlagen

Als Hauptfutter sollten Sie auf folgende Elemente setzen:

  • Täglich: ausgewogene Körnermischung (nicht zu viel Fett; 1 Teelöffel/Maus)
  • Täglich: Frischfutter (Gemüse)
  • 2 – 3 Mal/Woche: Proteine (Mehlwurm, Grille etc., am besten mit einer Zange in den Käfig halten). Alternative: Quark, Joghurt (ca. 1 Teelöffel/Maus)
  • 2 – 3 Mal/Woche: ein bisschen Obst (Bananen, Weintrauben etc.) 

 

Achten Sie beim Kauf der Körnermischung darauf, dass sie folgende Inhaltsstoffe enthält:

  • Getreide: Gerste, Hirse, Haferflocken, Roggen, Buchweizen
  • Kleinsämereien: Weidelgras, Löwenzahn, Fenchel, Knäuelgras
  • Ölsamen: Chia, Leinsamen
  • Getrocknete Kräuter: Gänseblümchen, Brennnessel, Kamille

 

Mit diesen Inhaltsstoffen ist die Mischung ausgewogen.

Der Bonus

Zusätzlich zur Grundnahrung können Sie z. B. auch Nüsse oder Sonnenblumenkerne verfüttern. Diese eignen sich hervorragend für die Fütterung per Hand, um die Tiere zu zähmen und an die Hand zu gewöhnen.

Verfüttern Sie davon jedoch nicht zu viel, da bei Nüssen der Fettgehalt recht hoch ist.

Um die kleinen Tiere zu beschäftigen, können Sie ihnen auch Ähren und Kolbenhirse geben. Das sorgt für eine natürliche Form der Beschäftigung. Genauso ist es mit Zweigen von Hasel, Eberesche oder Kernobstbäumen (Apfel, Birne). Diese dienen dem Klettern und Knabbern.

Heu können Sie Ihren Mäusen als Raufutter und gleichzeitig als Material für Verstecke anbieten, während Hundekuchen dabei helfen, zu nagen und dabei die Zähne abzuschleifen.

Was fressen Mäuse als Snack?

Das oben bereits genannte Gemüse und die Nüsse können sehr gut als gesunder Snack dienen. Karotten, Steckrüben und Pastinaken – sowie alles, was Wurzelgemüse ähnlich ist – sind als Gemüse gut geeignet. Auch Gurke, Paprika oder Fenchel kommen bei den Tieren gut an. 

Salat ist ebenfalls eine gute Option für Frischfutter. Hier sollten Sie nur darauf achten, nicht die äußeren Blätter zu verfüttern, da diese oft nitratbelastet sind.

Wichtig:

Denken Sie daran, Obst, Gemüse und Salat immer gut abzuwaschen.

Und wenn Ihre Mäuse aus der Reihe schlagen und doch kein Frischfutter mögen, können Sie es auch mit getrocknetem Gemüse versuchen.

Worauf muss ich bei der Fütterung noch achten?

Jetzt wo die Frage “Was fressen Mäuse?” beantwortet ist, wollen wir Ihnen noch einige Hinweise geben, wie Sie gutes Futter erkennen und was sonst noch bei der Fütterung Ihrer Mäuse zu beachten ist:

1. Gutes Trockenfutter verwenden

Die Körnermischung sollte immer frisch sein. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Körner glänzen und das Futter noch gut riecht. Wirkt es staubig oder grau, sollten Sie es nicht mehr zur Fütterung Ihrer Mäuse verwenden.

2. Richtige Lagerung des Trockenfutters

Wir empfehlen, das Futter am besten in einer Blechdose zu lagern, da sich dort keine Feuchtigkeit staut und sich somit auch keine Schimmelsporen bilden und ausbreiten können.

3. Die richtige Menge

Ganz allgemein wird gesagt, dass Mäuse pro Tag einen Teelöffel Futter brauchen (pro Tier). Wenn sie diese Portion jedoch sehr schnell wegfressen, sollten Sie ihnen ein wenig mehr Futter geben. 

Wird viel Futter übriggelassen, kann die Menge reduziert werden. Auf diese Art und Weise tasten Sie sich langsam an die richtige Futtermenge heran.

4. Futter und Spaß verbinden

Um Ihre kleinen Nager ein bisschen herauszufordern, können Sie einige Futterelemente oder Snacks auch verstecken. Entweder so, dass die Tiere klettern müssen, um heranzukommen, oder so, dass sie danach graben müssen.

5. Frisches Wasser

Zugegeben, in diesem Punkt geht es nicht darum, was Mäuse fressen, aber dennoch um einen wichtigen Bestandteil der Ernährung. Und das ist täglich frisches Wasser. Nutzen Sie den Moment des Wassertauschs am besten direkt, um den Wassernapf zusätzlich zu reinigen.

6. Futterreste entfernen

Kontrollieren Sie den Käfig Ihrer Maus im besten Fall jeden Abend auf Futterreste. Diese sollten Sie entfernen – besonders Obst und Gemüse. Im Sommer wird dieser Punkt noch einmal wichtiger, da Frischfutter dann durch die hohen Temperaturen noch schneller verderben.

Wichtig:

Denken Sie dabei auch an Schlafplätze und Verstecke Ihrer kleinen Nager.

7. Auf die Finger achten

Mäuse fressen wirklich gerne. Wenn Sie sie mit der Hand füttern wollen (zum Zähmen oder damit Insekten nicht flüchten können), sollten Sie auf Ihre Finger achten. Denn bei den kleinen Nagern kann es durchaus vorkommen, dass Sie Ihnen vor Vorfreude aus Versehen in den Finger beißen.

Was sollten Mäuse nicht fressen?

Wenn sie könnten, wie sie wollen, wären Mäuse – sowohl wilde Hausmäuse als auch zahme Farbmäuse, die als Haustiere gehalten werden – Allesfresser. Doch das würde ihnen nicht unbedingt guttun.

Um die Gesundheit Ihrer Mäuse langfristig aufrechtzuerhalten, sollten Sie folgende Lebensmittel nicht verfüttern:

  • Manche Kohlsorten: Weiß- und Rotkohl
  • Hülsenfrüchte: Bohnen, Erbsen, Linsen
  • Zwiebelartiges: Zwiebel, Schnittlauch
  • Roh: rohe Auberginen und rohe Kartoffeln
  • Sonstiges: Rhabarber, Avocado, Klee
  • Zu süß: viele zuckerhaltige Snacks (daher sollten Sie auch nicht zu viel frisches Obst verfüttern, Trockenobst ist ebenfalls nicht geeignet), Schokolade, Cerealien
  • Zu fettig: Nüsse in Massen, Chips
  • Zimmerpflanzen: Viele Zimmerpflanzen sind giftig für Mäuse

 

Manche dieser Lebensmittel führen zu Durchfall und Blähungen, andere hingegen können sogar giftig sein.

Was fressen Mäuse? – Der Käse-Mythos

Jedes Kind weiß, dass die meisten Mausefallen mit Käse bestückt werden. Dabei ist er bei Mäusen gar nicht so beliebt. Was sie daran anlockt, ist der intensive Geruch – weniger der eigentliche Geschmack.

Realistische Illustration einer Maus, die Käse frisst

Schon gewusst? – Fakten zur Maus

Auch abseits der Frage, was Mäuse fressen, gibt es einige spannende Fakten zu diesem Tier:

  • Herkunft: Die Farbmaus stammt von der wilden Hausmaus ab.
  • Feinde: Mäuse sind so klein, dass sie nur wenige andere Tiere fressen können. Gleichzeitig stehen sie auf dem Speiseplan vieler anderer Tiere (Katzen, Füchse, Marder, Greifvögel, Eulen, Schlangen und sogar Ratten).
  • Kreative Speisen: Wenn wildlebende Hausmäuse kein Futter finden, ernähren sie sich manchmal auch von Zellulose.
  • Feldmaus: Feldmäuse sammeln Nahrung oft in Vorratslagern. Eine Feldmaus frisst ca. 1/10 ihres Gewichts – und das jeden Tag. Daher müssen Feldmäuse mindestens alle 4 Stunden fressen.

Sie wissen nicht, ob Ihr aktuelles Futter geeignet ist, oder Ihre Maus ist krank? Wir beraten Sie und behandeln Ihre Haustiere gerne!

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