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    • 28 Apr 16

    + Impfungen beim Tier - mit TIERplus auf der sicheren Seite!

    Die einen sind dafür, die anderen lehnen sie strikt ab: die Schutzimpfung! Den TIERplus Tierärzten ist es ein Anliegen, Transparenz in dieses umstrittene Thema zu bringen.

    Die Pocken waren einmal eine der gefürchtetsten Infektionskrankheiten der Menschheit. Nur durch die Entwicklung einer Schutzimpfung und die Einführung rigoroser Impfprogramme konnte die Menschheit diese Erkrankung besiegen. Doch was hat das mit unseren Haustieren zu tun? – Auch hier haben durch Impfmaßnahmen viele Infektionskrankheiten ihren Schrecken verloren, obwohl die Erreger noch nicht ausgerottet sind.

    100 % Schutz gibt es nicht!

    Gleich vorweg: Ein 100-prozentiger Schutz ist auch durch eine Schutzimpfung nicht erzielbar! Dennoch ist die Schutzimpfung eine unverzichtbare vorbeugende Maßnahme gegen verschiedene Infektionskrankheiten.

    Die größten Mengen an Infektionserregern werden von klinisch erkrankten Tieren ausgeschieden. Je mehr Tiere einer Population geimpft sind, umso weniger Krankheitserreger sind im Umlauf und umso geringer ist der Infektionsdruck auf jedes einzelne Individuum. Somit schützt eine Impfung nicht nur Ihr eigenes Tier, sondern die gesamte Gruppe, man spricht von Herdenimmunität. Gerade in Ballungszentren, wo sich eine große Anzahl an Tieren auf vergleichsweise kleinen Flächen (Hundewiesen etc.) konzentriert, und angesichts der zunehmenden Mobilität der Tierhalter und ihrer Schützlinge sowie des steigenden Reisetourismus hat ein solider Impfstatus an Bedeutung gewonnen.

    Schritt 1: die Grundimmunisierung

    Die Grundimmunisierung dient dem erstmaligen Aufbau eines Impfschutzes. Der ist dem Fundament eines Hauses vergleichbar. Nur wenn dieses solide aufgebaut ist, ist es auch belastbar. Somit bedarf es bei der Grundimmunisierung besonderer Aufmerksamkeit.

    Was macht die Grundimmunisierung beim Jungtier so besonders?

    Die Welpen bekommen zum kleinen Teil bereits während der Trächtigkeit, aber hauptsächlich anschließend über das Kolostrum (Muttermilch) sogenannte maternale Antikörper vom Muttertier übertragen. Die sind wichtig, um die Immunabwehr des Jungtiers in den ersten Lebenswochen zu unterstützen. Die Konzentration dieser maternalen Antikörper ist individuell sehr unterschiedlich, und sie werden folglich auch unterschiedlich rasch abgebaut. Da die maternalen Antikörper nicht unterscheiden, ob es sich um einen Infektionserreger oder um einen Impfstoff handelt, werden beide neutralisiert. Ist das beim Impfstoff der Fall, geht die Impfung ins Leere, und es wird kein Impfschutz aufgebaut. Es kann auch die Situation eintreten, dass noch genügend maternale Antikörper vorhanden sind, die in der Lage sind, einen Impfstoff zu neutralisieren, aber nicht mehr ausreichend vor einer natürlichen Infektion schützen. Diese kritische Phase nennt man „immunologische Lücke“. Um sicherzugehen, dass ein solider Impfschutz aufgebaut wird, bedarf es bei Welpen eines besonderen Impfschemas. Beim Besuch bei Ihrem TIERplus Tierarzt wird versucht, die individuelle Situation des Impflings einzuschätzen.

    Wann und wie oft muss man impfen für eine Grundimmunisierung?

    Im Regelfall bei normalem Immunstatus besteht die Welpenimpfserie aus 3 Impfungen im Abstand von circa 4 Wochen, beginnend mit der 8. Lebenswoche. Wichtig ist, zu verstehen, dass die Grundimmunisierung erst mit der letzten Impfung nach einem Jahr, also im 15./16. Lebensmonat, abgeschlossen ist.

    Schritt 2: die Auffrischungsimpfung

    Der empfohlene jährliche Besuch beim Tierarzt dient vorrangig der Ermittlung eines individuellen Impfprogramms. Dabei wird Ihr Tier auch einer klinischen Untersuchung unterzogen. So können auch für den Besitzer oft kaum wahrnehmbare Probleme rechtzeitig festgestellt werden. Ob eine Auffrischungsimpfung jährlich durchgeführt werden sollte, lässt sich weder mit einem klaren Nein noch mit einem Ja beantworten.

    Jede Impfung, sowie die Festlegung des entsprechenden Impfintervalls (Auffrischungsimpfung), ist von mehreren Faktoren abhängig:
    + der individuellen Gefährdung des Impflings (Infektionsdruck, Haltungsform, wie z. B. jagdlicher Einsatz, Zuchttiere, Reisen in andere Länder etc.),
    + den epidemiologischen Gegebenheiten (vermehrtes Auftreten bestimmter Infektionserkrankungen, Zoonosen, z. B. Leptospirose),
    + den gesetzlichen Vorgaben (z. B. bei Tollwut),
    + den Herstellerempfehlungen (variieren zwischen einzelnen Firmen und Impfkomponenten),
    + der individuellen immunologischen Situation (ausreichend hoher Antikörper-Titer).

    Grundsätzlich gilt:
    So wenig wie möglich, so häufig wie nötig!

    Was impft man?

    Man unterscheidet zwischen sogenannten Pflichtimpfstoffen (Core-Vakzinen) und Wahlimpfstoffen (Non-Core-Vakzinen). Während Pflichtimpfungen eine absolute Notwendigkeit darstellen, um die Tierpopulation vor verlustreichen Epidemien zu schützen, richtet sich die Notwendigkeit der Wahlimpfungen nach Alter und Konstitution des Tieres, dem jeweiligen Infektionsrisiko sowie nach Faktoren wie Haltungs- und Umweltbedingungen.

    Impfschema bei Hund und Katze:

    Impfungen haben über Jahrhunderte Menschenleben und Tierleben gerettet! Das Für und Wider ist auch den TIERplus Tierärzten bekannt: „Es ist wichtig, das richtige Mittelmaß zu finden; ganz nach dem Motto: So wenig wie möglich, so häufig wie nötig!“

    Damit sind Sie auf der sicheren Seite! +

     

    Wichtiger Hinweis:
    Impfempfehlungen werden auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erstellt. Ihre TIERplus Tierärzte halten sich an die Empfehlungen der Klinischen Virologie der Vetmed Uni Wien und der Österreichischen Tierärztekammer.

    Impfplan zum Download und Drucken:

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