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    • 01 Aug 18

    + Spielwiese für alle!

    Für Hund, Katze und Kaninchen ist der eigene Garten ein Stückchen vom Paradies. Damit sich auch alle Nutzer der Privatoase wohlfühlen, sollten Sie beim Auslauf für Ihren Vierbeiner einige wichtige Punkte berücksichtigen.

    Vierbeiner im Garten sorgen blitzschnell für wahre Horrorszenarien unter Hobbygärtnern: durch Probegrabungen zerstörte Rasenflächen, angepinkelte Baumstämme, das als Katzenklo missbrauchte Gemüsebeet und entwurzelte Zierpflanzen trüben pünktlich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen die heimische Idylle. Die größten Randalierer sind Hunde, die das Fleckchen Grün sehr oft mit Vehemenz und unbändiger Energie als persönliche Spielwiese vereinnahmen. Kurzum: Der Streit zwischen Zwei und Vierbeinern um wertvolle Rasenflächen und Rabatte ist meist vorprogrammiert. 

    SPIELWIESEALLE BELLOS SPIEL- UND TABUZONEN

    Mit etwas Planung und Kompromissbereitschaft lassen sich alle Ansprüche an die Privatoase unter einen Hut bringen: Besonders bei aktiven Hunden hilft es, tiergerechte Bereiche anzulegen. Kraterlandschaften im Beet lassen sich zum Beispiel vermeiden, wenn man seinem Hund eine Buddelecke aus lockerer Erde zur Verfügung stellt. Um Bello zu zeigen, wo euphorische Grabungen offiziell erlaubt sind, kann man hier zu Beginn und zwischendurch immer wieder Leckereien verstecken. Ein eigenes „stilles Örtchen“, das zum Beispiel mit Rindenschnitzeln oder Sand bedeckt wird, hilft, gelbe Urinflecken im heiklen Planquadrat „englischer Garten“ zu vermeiden. Wichtig ist ein ruhiger, schattiger Schlafplatz und ständiger Zugang zu frischem Wasser. Zonen, die der Hund nicht betreten soll, kann man einzäunen oder mit natürlichen Barrieren aus nichtgiftigen Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin begrenzen.

    FRUSTRIERTE „WACHHUNDE“

    Doch auch der schönste Hundespielplatz kann Herrchen und Frauchen nicht von ihrer Pflicht entbinden, sich aktiv mit dem bellenden Familienmitglied zu beschäftigen. Grundsätzlich sollten Hunde nicht stundenlang ohne Aufsicht im Garten herumtollen. Sind sie nämlich zu lange sich selbst überlassen, wird ihnen auch im schönsten Garten langweilig, und sie kommen auf dumme Ideen. Der Auslauf im Garten ersetzt keine gemeinsamen Spaziergänge: Dem Hund fehlen ohne Gassigänge neue Eindrücke, Gerüche und Sozialkontakte zu Artgenossen. Aus Mangel an Abwechslung wird der tierische Gartenbewohner bald frustriert und zum ständig kläffenden Einzelgänger, der damit sehr häufig auch die Nachbarn nervt.

    KATZE UND KANINCHEN

    Während Bello gern gemeinsam mit seinem Zweibeiner herumtobt, lieben Katzen lauschige Plätzchen, von wo die Samtpfote viel beobachten kann, ohne selbst gleich entdeckt zu werden. Erhöhte Aussichtspunkte und ungemähte Raseninseln werden schnell zum kätzischen Lieblingsplatz. Höher gelegene Aussichtsplätze im Haus sollte man nie ungesichert lassen: Tierärzte behandeln jedes Jahr wieder ab Frühlingsbeginn viele Fenstersturzkatzen. Der größte Fehler bei Kaninchen lässt sich leicht vermeiden: Die kuscheligen Heimtiere vertragen Hitze und Stresssituationen ganz schlecht. Wer sie im Freien hält, muss ihnen neben gutem Heu auch zu jeder Tageszeit genügend Schattenplätze und Rückzugsmöglichkeiten bieten können. Ansonsten gelten für Katz und Kaninchen ähnliche Vorsichtsmaßnahmen wie für ihre bellenden Hausgenossen: Vorsicht bei vielen bunt blühenden Zierpflanzen, aber auch Sträuchern, die für Tiere giftig sind. Das Gleiche gilt für Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel. Behält man diese wichtigen Punkte im Auge, steht einer entspannten Sommerfrische für Zwei- und Vierbeiner nichts mehr im Wege.

     

    Mein TIERplus Tierarzt weiß:
    „Der Auslauf im Garten ersetzt keine gemeinsamen Spaziergänge: Dem Hund fehlen ohne Gassigänge neue Eindrücke, Gerüche und Sozialkontakte zu Artgenossen.“

     

    TIERplus TIPP: SO WIRD DER GARTEN TIERFREUNDLICH

    + Einzäunung: Der Garten sollte v. a. für Hunde ausbruchssicher sein, der Zaun darf keine Verletzungsgefahr darstellen. Dichte Hecken bieten zusätzlich Sichtschutz, um Bellattacken zu minimieren.

    + Flora: Viele Gartenpflanzen wie Thuja, Buchsbaum oder Primeln sind leider für Tiere hochgiftig. Vor der Gartengestaltung sollte man sich genau über verträgliche Gewächse informieren, Herumliegendes Fallobst lockt nicht nur Wespen an, auch verschluckte Kerne können ernsthafte Verdauungsprobleme verursachen. Ebenso sind giftige Pflanzenschutzmittel und synthetischer Dünger im Garten für Vierbeiner tabu, weil hier schon der Kontakt zu Vergiftungen führen kann.

    + Gefahrenquellen: Schattige Ruheplätze und frisches Trinkwasser gehören vor allem im Sommer zum Pflichtinventar des Gartens. Eine unterschätzte Gefahr für alle Tiere im Garten stellen ungesicherte Swimmingpools und Biotope mit steiler Böschung dar. Auch Regentonnen können schnell zur tödlichen Falle werden.+

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