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< + Sind Katzen für schwangere Frauen eine Gefahr?
    • 29 Aug 14

    + Flöhe haben Hochsaison

    Bei vielen Tierbesitzern genügt schon nur der Gedanke an diese Krabbeltiere, und es fängt einen an zu jucken… . Nur am Ende der warmen Jahreszeit ist die Flohpopulation am größten!

    Flöhe sind parasitisch lebende, flugunfähige Insekten, von denen etwa 2.400 Arten bekannt sind. Auf unseren Hunden und Katzen finden wir vor allem den Katzenfloh (Ctenocephalides felis) und den weit selteneren Hundefloh (Ctenocephalides canis). Beim Kaninchen existiert eine weitere Flohart, der Kaninchenfloh (Spilopsyllus cuniculi).

    Flöhe halten sich vorwiegend auf den befallenen Tieren auf, seine Entwicklungsstadien (Eier, Larven, Puppen) sind dagegen vorwiegend in Verstecken (Möbeln, Teppichen, im Bett, etc.) anzutreffen. Als Faustregel gilt: findet man einen Floh am Tier, sind mind. 10 weitere in ihrer Wohnung!

    Durch sein weites Wirtspektrum ist der Katzenfloh eine der am weitesten verbreiteten Floharten. Trotz des Einsatzes vorbeugender Flohmittel gehen Schätzungen davon aus, dass bis zu 20 % der Hunde und Katzen einen Flohbefall aufweisen, wobei das Befallsmaximum im Spätsommer auftritt. Auch andere Tiere und der Mensch werden vom Katzenfloh nicht verschont.

    Befruchtete Weibchen legen 24 Stunden nach der Begattung etwa 30 Eier in das Fell befallener Tiere, im Laufe ihres Lebens sind das etwa 400 Eier. Die etwa 0,5 mm großen Eier fallen jedoch bald vom Tier ab und verteilen sich meist in der direkten Umgebung der Schlafstätten. Nach 4–5 Tagen schlüpft das erste Larvenstadium, die sich vor allem von Flohkot adulter Flöhe und von organischem Material aus der Umgebung ernährt. Nach zwei Häutungen erfolgt die Verpuppung in einem 5 mm großen Kokon, woraus dann der adulte Floh schlüpft. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert unter günstigen Bedingungen etwa einen Monat, kann aber bei niedriger Umgebungstemperatur mehrere Monate in Anspruch nehmen. Unmittelbar nach dem Schlupf sucht er springend einen neuen Wirt.

    Flöhe sind aber nicht nur lästige Plagegeister, sondern können auch erhebliche gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Neben ausgedehnten Hautentzündungen durch allergische Reaktionen auf den Flohspeichel (Flohallergie), können Flöhe Krankheiten und Parasiten übertragen, wie den Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) – der Floh dient als Zwischenwirt für diesen Bandwurm, Mykoplasmen (Erreger der Felinen Infektiösen Anämie), Rickettsien, u.v.m.

    Daher ist die Flohprophylaxe eine wichtige Hygienevorsorge für Ihr Tier und Ihre Wohnung!

    Ihr TIERplus Tierarzt hilft Ihnen gerne die richtigen Vorsorgemaßnahmen gegen einen Flohbefall zu treffen.

    Fotocredit: Prof. Dr. Heinrich Prosl +

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