TIERplus
Facebook

Presse

< Ein stressfreies Silvester für Tier und Mensch
    • 21 Apr 14

    Schutz vor tödlicher Kaninchenpest

    Durch den milden Winter ist im Sommer 2014 mit einer Gelsenplage zu rechnen. Was für den Menschen nur lästig ist, kann für Kaninchen zur tödlichen Gefahr werden.

    Durch einen Mückenstich können auf Kaninchen Virusinfektionen wie die Myxomatose („Löwenkopfkrankheit“ oder „Kaninchenpest“) und die Rabbit Haemorrhagic Disease („Chinaseuche“) übertragen werden. Im Gelsenjahr 2010 starben in Österreich unzählige Tiere daran. „Die Krankheiten sind leider auch zwischen Artgenossen hoch ansteckend. Die einzige Möglichkeit, die Tiere zu schützen, ist eine Impfung“, erklärt Tierarzt Mag. Herwig Pucher von TIERplus. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, bevor die Blutsauger richtig loslegen. Seit 2012 existiert ein neuer Kombiimpfstoff gegen Myxomatose und die Rabbit Haemorrhagic Disease. Dieser bietet mit einer einmaligen Injektion einen ganzjährigen Schutz.

    Die Krankheitszeichen der Myxomatose zeigen sich nach drei bis neun Tagen in Form von Schwellungen und Entzündungen im Bereich der Augenlider, des Mundes und der Ohren. Man spricht daher auch von der „Löwenkopfkrankheit“. Bei der Chinaseuche zeigen sich nach ein bis drei Tagen punktförmige Blutungen und zentralnervöse Symptome, die sich vor allem in Krämpfen äußern.

    Wenn die Krankheiten einmal ausbrechen, kommt jede Hilfe zu spät. „Einem weinenden Kind zu erklären, dass sein geliebtes Fellknäuel nicht mehr gerettet werden kann, ist schrecklich“, erzählt Herwig Pucher von den traurigen Seiten des Tierarztalltags. Gerade zu Ostern haben wieder viele Kaninchen ein neues Zuhause gefunden. Für den neuen Mitbewohner ist jetzt die beste Zeit für eine Schutzimpfung. Auch wenn die Tiere im Handel nicht viel Geld kosten, gerade für Kinder sind die flauschigen Spielgefährten wertvolle Freunde, die sich beste Vorsorge und liebevolle Pflege verdient haben.

    Die Myxomatose stammt ursprünglich aus Südamerika. In Australien wurde der Virenstamm zu Beginn der 1940er Jahre eingeführt, um eine Kaninchen-Überpopulation zu bekämpfen. Nach anfänglichen Misserfolgen setze man in den 1950er einen neuen, hoch virulenten (krankmachenden) Myxomatosevirus ein, mit dem Ergebnis, dass 99% der Kaninchenpopulation verendete.

    In Europa wurde das Virus zuerst gezielt in Frankreich eingesetzt. Prof. Dr. Paul Amand-Delille infizierte 1952 zwei Wildkaninchen mit dem Virus. Nachbarn waren von der Wirkung so beeindruckt, dass sie kranke Tiere stahlen, um sie in ihrem Gebiet auszusetzen. Von nun an verbreitete sich das Virus im rasanten Tempo mit ca. 400 km pro Jahr über ganz Europa. In Österreich wurde das Virus 1955 erstmals nachgewiesen. Bis heute haben sich die Wildkaninchenpopulationen in manchen Ländern und Landstrichen davon nicht erholt, die Seuche ist weiterhin aktiv.

    Bildmaterial zur kostenlosen Verwendung in Verbindung mit dieser Aussendung (Copyright: TIERplus).

    Rückfragehinweis:
    Mag. Herwig Pucher
    +43 664 2389898
    presse*NOSPAM*@*NOSPAM*tierplus.at

    TIERplus GmbH
    Wien Stadlau – Brunn am Gebirge – Klagenfurt – Innsbruck

    www.tierplus.at

    Teilen:

Weitere Artikel:

< Ein stressfreies Silvester für Tier und Mensch