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FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit, die ausschließlich Katzen befällt. Kommt es einmal zu einer klinischen Manifestation der Erkrankung, endet diese in aller Regel tödlich!

Der Name Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) steht für die am häufigsten auftretende klinische Form, der sogenannten „nassen Form“ der FIP, die mit einer Entzündung der serösen Häute der Bauchhöhle (=Peritonitis, ca. 56% aller klinischen Fälle) aber auch der Brusthöhle (Pleuritis, rd. 19% aller Fälle) einhergeht. Neben der „nassen Form“ existiert noch die „trockene Form“ der FIP, die ohne Beteiligung der Serosa (Auskleidung der Körperhöhlen) auftritt (ca. 17% aller Fälle).

Die Ursache für die FIP ist das hoch virulente und stark pathogene „Feline Infektiöse Peritonitis-Virus“, ein Coronavirus, das durch eine Mutation im Darm des Trägertieres (Katze) aus dem relativ harmlosen „Feline Enterale Coronavirus“ entsteht. Die Pathogenese der Erkrankung ist bislang nicht vollständig geklärt. Das Virus wird durch Kontakt übertragen, da es sich in allen Ausscheidungen und Sekreten befindet.

Prinzipiell sind alle Katzenarten und Altersgruppen für FIP empfänglich. Am häufigsten befällt die Erkrankung Tiere im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren und ältere Tiere ab 14 Jahren. Man nimmt heute an, dass ob und in welcher Form die Krankheit letztendlich auftritt, vom Immunstatus des Einzeltieres abhängig ist. Bei einem Teil der Tiere bricht die Erkrankung trotz erfolgter Virusmutation aufgrund einer starken zellvermittelten Immunreaktion nicht aus. Das Immunsystem ist dadurch in der Lage, die infizierten Blutzellen unter Kontrolle zu halten. Diese Tiere bleiben ohne klinische Symptome, scheiden aber als latente Virusträger dieses weiter aus und können andere Tiere infizieren. Klinisch manifest wird eine FIP vermutlich erst bei Störungen des Immunsystems, z.B. durch Stress oder andere Erkrankungen, die zu einer stärkeren Virusvermehrung im Darm führen. Einen Einfluss auf die Pathogenese hat die Bildung von Antikörpern, denn diese können das Virus nicht neutralisieren, sondern zur Verschlimmerung der Krankheit führen. Eine klinisch manifeste FIP führt unweigerlich zum Tod, man kann lediglich eine symptomatische Therapie durchführen. Es existiert zwar eine Impfung gegen FIP, doch deren Wirksamkeit wird noch immer sehr kontrovers diskutiert. Je nach Studie wurde eine Schutzwirkung zwischen 0% und 75% angegeben. Die wichtigste Maßnahme besteht in der Prävention durch Verminderung des Infektionsdruckes innerhalb des Katzenbestandes!

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